Der Hut
Zeitung der Pfadfinder Tennengau
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Sommerlager der SP/Gu in Frankreich | Barbara Steiner, Yvonne Landkammer  

Süßigkeiten, Sonnenbrille, Badehose, Bergschuhe, Paß... alles dabei??? Jeden Zentimeter der drei fahrbaren Untersätzen, unser P(r)inzi von Christoph G. gelenkt, vollgestopft brachen wir am frühen Abend, Freitag den 13. (!!!), nach Südfrankreich auf. Die erste Nacht verbrachten wir wie üblich in Rankweil. Früh am Morgen ging es gleich wieder weiter, doch schon bei der Schweizer Grenze gab es die ersten Probleme mit dem gelben Bus. Auch das Wetter (Regen und in Avignon sogar ein Gewitter :-() erinnerte uns nicht an Frankreich.

Da die Unterkunft in Avignon ein wenig zu klein für alle war, verbrachten einige die Nacht im Bus. Als es dann auch noch am endgültigen Lagerplatz regnete, statteten wir gleich einer der eindruckvollsten Schauhöhlen, Aven d` Orgnac, einen Besuch ab. Der Zeltaufbau verlief ohne gröbere Probleme. Leider funktionierten unsere Kochstellen (E-Herde statt selbstgebauten Öfen) nicht und unser neues Küchenteam, bestehend aus Käthe Moltinger und Monika Runtschke, war rund um die Uhr eingespannt. Wirklich keine leichte Aufgabe, 60 immer hungrige Münder einmal satt zu kriegen.

Die Lagertage vergingen wie im Flug. Beim Stadthike von Vagnas wurde das kleine Dorf belagert und genauestens unter die Lupe genommen. Bei den verschiedensten Spezialabzeichen stellten alle ihr Können unter Beweis und eine Orientierungswanderung mit überqueren der Ardeche in Kanus forderte die Kenntnis aller Pfadfindertechniken. Des öfteren machten wir mit den Securitymännern des Campingplatzes, die ab spätestens 23 Uhr für Ruhe zu sorgen hatten, Bekanntschaft, da unser Programm meistens etwas länger dauerte.

An dieser Stelle ist auch zu erwähnen, daß unser SOLA mit Swimmingpool, Duschen und WC- Anlagen sehr luxuriös verlaufen ist. Nach der Besichtigung von Les Beaux, wo es vor unserem Besuch noch ein Wahrzeichen gegeben hat, versuchten alle in Tarascon die richtige, von Mönchen bewachte Kombination für einen Schatz zu finden. Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Sonnenuntergang bei der Pont du Gard. Ein Höhepunkt unseres SoLa`s war natürlich auch der Besuch des Aquacitys in Marseille. Wegen des starken Windes waren kaum andere Besucher unterwegs und wir hatten die Rutschen fast für uns alleine, doch sogar uns abgehärteten Österreichern war es eine Spur zu kalt. Einige von uns mussten auch unbedingt "Vom Winde verweht" testen (wer kann das wohl sein???).

Lagerfeuer und singen am Abend gab es wegen der großen Brandgefahr nur am Ufer der Ardeche. Auch eine kleine Andacht mit dem Pfarrer aus Vallon durfte nicht fehlen. Das große und mit Spannung erwartete Abschlusslagerfeuer mit PWK- Siegerehrung und Spezialabzeichenverleihung war am Abend der großen Kanutour. Bei dieser Schnell erreichten wir unter dem Motto "Schifferl versenken" unseren Zwischenstop, wo sich Fuchs und Wildschweine Gute Nacht sagten. Noch einmal ca. 15 km hatten wir am nächsten Tag vor uns und ziemlich erschöpft brachen wir wieder Richtung Avignon auf. Der Abschied von den Marokko-Leuten fiel uns schwer, doch auf zu Hause freuten wir uns auch schon wieder.

Wie schon am Lageranfang übernachteten wir wieder in Rankweil, wo es noch für jeden eine Pizza gab. Überglücklich erreichten wir am nächsten Tag wieder Hallein und wurden dort von unseren Eltern freudig empfangen.

P.S.: Und nicht nur ausgerechnet die Bananen verhalfen uns zu einem super tollen SoLa.

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