Der Hut
Zeitung der Pfadfinder Tennengau
logo
Budapest Reise | Christoph Wegscheider  

Am 25. Oktober war es endlich soweit wir, das waren 20 reisewütige CaEx, RaRos und Füs, machten uns auf den Weg ins zukünftige Europa, nämlich nach Ungarn.

Am Ersten Abend kamen wir bis kurz vor die Grenze, wo wir dann auch schliefen. Als wir am nächsten Morgen bei der Grenze ankamen verlangte der ungarische Zöllner von uns eine Art Passierschein den jedes kommerzielle Busunternehmen (!!!) beim Ministerium beantragen kann. Leider konnten wir ihn nicht davon überzeugen, dass "Pfadfinder Tennengau" kein kommerzielles Busunternehmen ist. Also drehten wir um und machten uns auf den Weg zur nächsten Grenze, wo sich uns aber leider das gleiche Bild bot.

Doch so ein ungarischer Zöllner ist ja kein Unmensch und er hatte gleich einen Lösung für uns parat: Wir sollten doch einfach zum nächsten Grenzübergang fahren, denn der war so klein, dass die dortigen Zöllner die Einreisebestimmungen für Reisebusse sicher nicht kennen würden. So war es dann auch, wobei sicher auch die Mittagszeit und die kaltwerdende Suppe des Zöllners stark bei unserem Grenzübertritt geholfen haben dürfte. Alle waren wir heilfroh, dass wir drüber waren und das uns in Zukunft dank Schengen derartige bürokratische Hürden erspart bleiben würden.

Nach einem bemerkenswert billigen Mittagessen ging die Fahrt weiter nach Heviz, einem Thermalsee. Nach dieser Wohltat fuhren wir weiter nach Budapest, wo wir ein Schloss später auch wohlbehalten ankamen. Leider war unser Bus nicht ganz so wohlbehalten wie wir, weshalb wir gleich vor einer Werkstatt (müsste eigentlich Werkstadt heißen) schliefen. Am nächsten Morgen klopfte um 5h ein Arbeiter der Werkstatt am Bus und meinte wir sollten jetzt hineinfahren. Als wir drinnen endlich die richtige Box fanden stellte sich schnell heraus, dass ein Ersatzteil nötig ist, das in Ungarn nicht verfügbar war, wohl aber in Wien. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an Michi's Vater der sich persönlich um den Transfers des Ersatzteils von Wien nach Budapest bemühte und uns somit eine Heimfahrt mit dem Zug ersparte.

Da der Bus ausfiel machten wir uns mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg in die Stadt, wo uns bereits ein ungarischer Pfadfinder erwartete und uns in deren Pfadfinder Heim begleitete, das sie uns freundlicher Weise zum schlafen zur Verfügung gestellt hatten. Nachdem wir uns unseres Gepäcks entledigt hatten ging es los, wir stürzten uns ins Getümmel der Stadt und besichtigten was das Zeug hielt. Besonders hervorzuheben ist der Dauerflohmarkt wo sich alle mit Gasmasken für diverse Geländespiele eindeckten (auch der Autor dieser Zeilen bekennt sich schuldig und ist nun für Rauchbomben Attacken aller Art bestens gerüstet). Am Abend gingen wir noch auf die Burg und fuhren anschließend mit der S-Bahn ins Pfadfinder Heim wo wir in der Nähe noch speisten. Leider hatten wir jedoch den Stationsnamen vergessen, aufgrund unserer überragenden pfadfinderischen Kenntnisse gelang es uns aber dennoch die richtige Station durch optischen Vergleich der Stationsumgebung zu finden.

Am nächsten Tag ging das besichtigen weiter und anschließend fuhren wir heim. Durch einen gewaltigen Stau vor der Grenze und eines gewaltigen Nebels nach Wien kamen wir leider erst spät in der Nacht jedoch wohlbehalten und um einige Erfahrungen reicher zurück.

image