Der Hut
Zeitung der Pfadfinder Tennengau
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Sommerlager Sp/Gu | Christoph Wegscheider  

Es hatte 1 Jahr gedauert, doch dann war es endlich soweit: Das Sommerlager stand wieder vor der Tür. Nach zig mehrstündigen Planungsrunden und Stunden der Vorbereitung seitens unseres Führer Teams war es soweit, wir konnten aufbrechen. Noch schnell ein Küsschen da und eine Träne dort, doch der Abschied war schnell vergessen als sich der Bus erst einmal in Bewegung setzte und die Verwandtschaft zurückließ. Schnell ging es auf die Autobahn Richtung Süden, aber bereits nach einer Stunde standen wir im Stau. Dieser verging mit den Geschenken der Stauhelfer jedoch wie im Flug und am Abend befanden wir uns bereits im tiefsten Italien, genauer gesagt in der Nähe von Imola. Von Ferraris keine Spur doch der Pfarrer des Ortes erwartete uns bereits und zeigte uns unseren Schlafsäle.

Am nächsten Tag ging es gleich weiter nach Ancona wo wir nach einem Hot Dog die Fähre nach Patras bestiegen. Das war natürlich für die, die zum ersten Mal am Meer waren ganz besonders spannend, aber auf einer sooo großen Fähre war noch fast keiner gewesen, und so hatte jeder etwas zu bestaunen und zu erkunden.

Der Bordswimmingpool verkürzte nicht nur die über 20 Stunden dauernde Überfahrt sondern machte auch das zum Teil sehr unhöfliche Bordpersonal wieder wett. In Patras angekommen ging es gleich weiter zu unserem Lagerplatz, wo wir dann einige Stunden später, am Abend, ankamen. Am folgenden Tag weckte uns die Sonne und uns wurde zum ersten Mal die idyllische Lage unseres Lagerplatzes inmitten von Weinfeldern und Olivenhainen bewusst. Der Lagerplatz selbst war ebenfalls ein Olivenhain und nur ca. 10min vom Strand entfernt. Neben dem Luxus einer Toilette mit Wasserspülung und 3 Freiluftduschen, hatten wir durch die Olivenbäume und unseren Küchenzelten genügend Schatten um den Tag halbwegs \"cool\" zu überstehen. An diesem Tag bauten wir noch unsere Zelte auf und gingen erstmals zum Strand um uns etwas zu erfrischen. Die kommenden zwei Wochen waren geprägt durch ein Pfadfinderprogramm vom Feinsten. Ein Götter-Geländespiel durfte ebenso wenig fehlen wie die Spaßolympiade oder die Sportolympiade. Ein Höhepunkt jagte den Anderen. Natürlich blieb auch das beschauliche Örtchen Koroni nicht unerforscht und nach etlichen Stadtspielen kannten wir die Stadt wie unsere eigene Westentasche. Freilich blieb neben den ganzen Stadtspielen immer noch genug Zeit um unser Taschengeld auszugeben. Auch die weitere Umgebung unseres Lagerplatzes wurde erforscht und so fuhren wir einmal zur Pirgos Dirou einem Höhlensystem das man mit kleinen Ruderbooten erforschen kann. Da die Straße dorthin nicht unbedingt für Reisebusse konzipiert worden ist, war es ein ziemliches \"Rumgekurve\", was einige dazu verleitete sich ihr Frühstück noch einmal vor Augen zu führen (wörtlich gemeint). Somit waren alle froh auf der Rückreise noch in Mistras Station machen zu können und neben ein bisschen Frischluft auch noch eine archäologische äußerst interessante, aber auch imposante antike Stadt geboten zu bekommen.

Langsam ging das Lager zu Ende und wir mussten uns wieder ans Heimfahren machen. Schweren Herzens verließen wir den Lagerplatz und fuhren wieder heimwärts, wo wir zwei Tage später auch wohlbehalten ankamen. Zu erwähnen ist natürlich noch Venedig wo wir in einer riesigen Turnhalle nächtigten und wo auch diverse Abzeichen verliehen wurden. Neben frischgebackenen Kornetten und Hilfskornetten gab es auch Verleihungen von Spezialabzeichen, der zweiten Klasse und man höre und staune erstmals seit vier Jahren auch wieder eine erste Klasse (weiter so Ludwig). Ein besonderes Lob geht natürlich auch an unser Küchenteam das es sich nicht nehmen ließ uns 2 Wochen lang mit vorzüglichen Speisen zu verwöhnen.

So endete unser Lager, doch trösteten wir uns, indem wir schon die Tage bis zum nächsten Sommer zählen.