Der Hut
Zeitung der Pfadfinder Tennengau
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Sp/Gu Ausbildungs-Wochenende | Maria Gernerth  

\"Juhuuu! Endlich wieder ein Lager nach unserem super Sommerlager!\" so hörte man sehr viele Pfadis reden, nachdem sie die Ausschreibung des bevorstehenden Ausbildungslagers lasen. Als wir, das waren ca. 70 Leute, am Samstag, den 5. Oktober Richtung Techuana in Kärnten starteten freuten sich alle tierisch darauf, ein Wochenende ohne Eltern, aber mit sehr vielen Pfadis zu verbringen.

Nach ca. 3 Stunden Fahrt in unserem altbewährten Bus kamen sämtliche Sp/Gu & Ca/Ex in TECHUANA, einem Pfadfinderkomplex (Anm. daran sollten sich manche Pfadiheime ein Beispiel nehmen) an. Nach der Einweisung in die Zimmer wurden die mitgebrachten Jausen ratzeputz aufgefuttert. Anschließend spielten wir das erste Spiel, nämlich das Uraltspiel \"Lebensbandl-Fangen\", in etwas veränderter Form. In den Patrullen wurde ein König auserkoren, welcher für die ganze Patrulle Lebensbänder in Form von Legosteinen, bekam. Anschließend wurde in jede Hand der Patrullenmitglieder eine Zahl zwischen 0 und 8 eingeschrieben. Diese Zahl informierte über den Level der Person, so hat der König 8 und der Niedrigste 0. Sinn des Spieles war es die anderen Patrullen auszurauben, indem die 0 dem König seinen Vorrat abknöpft und die restlichen Leute jemanden Niedrigeren seinen Legostein wegzunehmen. Nach diesem äußerst schweißtreibendem Spiel und der Entdeckung, dass in jenem Wald besonders bösartige Wespen ihr Revier haben, waren alle rechtschaffen müde.

Nach einer äußerst kurzen Pause, wurde zum offenen Rechteck gerufen. Dort trat dann BiPi alias Mo höchstpersönlich zu uns. Wie jeder weiß, lebte BiPi zu Lebzeiten in Afrika. Und BiPi alias Mo hatte die geniale Idee, jede Patrulle sollte versuchen, möglichst viele aneinanderhängende Länder zu erforschen. Zu diesem Zweck bekam jede Patrulle eine Landkarte von Afrika und einen Plan von Techuana. Um ein Land zu erforschen, musste man eine \"schwierige\" Aufgabe lösen. Nach dieser Afrika-Entdeckung, spielten wir das allseits bekannte \"Stratego\", welches bestimmt schon aus Erzählungen bekannt ist.

Nach diesen aufregenden Spielen ließ so mancher Magen schauerliche Geräusche von sich, was wohl darauf schließen ließ, dass einige der Hunger plagte. Die Spagetti waren, im Gegensatz zu den Erwartungen mancher Skeptiker, wirklich köstlich.

(An dieser Stelle ist ein großes Lob an Wischi und Kupfer angebracht, welche so vorzüglich kochten.) Nachdem alle mehr oder weniger königlich geschmaust hatten, die Teller abgewaschen und alle eine dicke Jacke und eine Haube anhatten, konnten wir zu einer Nachtwanderung starten. Als die 1. Gruppe, die 2. Gruppen und die 3. Gruppe nacheinander ausstiegen (alle an anderen Orten), ging es los. Die jeweiligen Führer bekamen eine Karte auf der die Ruine (das Ziel) eingezeichnet war. Man höre und staune, die Guides kamen als 1. an. Nach einigen viertel Stunden waren endlich alle da. Wir sangen viele Lieder, so das uns zuerst gar nicht auffiel wie kalt es schon geworden war. Als wir dann doch langsam zu frieren anfingen traten wir den Rückzug an. Etwas erschöpft vielen wir in unsere \"Schlafsack-Betten\".

Am nächsten Morgen, nach dem üblichem Kuchen-Frühstück, begann der eigentlich wichtigste Teil des Lagers, die Ausbildung und gleichzeitige Abprüfung. Wir gingen zu zweit zusammen, idealerweise immer jemand \"Alter\" und jemand \"Junger\". Mit einem Punktezettel, dem AB-Packerl und einer Kleinen Portion Mut machten sich alle zu ihren Stationen auf.

Nachdem alle die 10 Stationen, welche von Geschichte über Knoten und Bünde bis zum Morsen reichten, mehr oder weniger erfolgreich absolviert hatten, stand der Sieger fest. Als Preis wählten die Sieger (logischerweise Guides) eine kleine Mini- Taschenlampe. Anschließend spielten wir noch ein Fang-Befrei-Lauf-Spiel.

Dann düsten wir schon wieder ab. Zu Hause in Hallein und Kuchl dachten sich wohl viele, dass sie gerne wieder so ein tolles Lager haben möchten. Denn das soll euch gesagt sein liebe Führer, es war ein cooles Lager mit einem super gutem Programm!